Posts mit dem Label Laura Staab werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Laura Staab werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

1. Juni 2015


wHole hat es nach Cannes geschafft! Wir sind mittlerweile wieder zurück aus Frankreich, aber immer noch hin und weg. Wie kam es dazu und was haben wir so alles erlebt?

Jedes Jahr werden Kurzfilme aus ganz Deutschland von einer Jury gesichtet und die Besten kommen in die Auswahl des "Next Generation Short Tiger". Unser Film wurde übrigens von unserem Filmprofessor Jürgen Schopper eingereicht. Die Short Tiger-Filme werden von German Films international beworben. Die Premiere ist in Cannes auf den Filmfestspielen, wo auch alle Filmemacher (vor allem die Regisseure) eingeladen wurden.

Die Short Tiger-Auswahl steht (zumindest in Cannes) stellvertretend für den deutschen Kurzfilm, deren Filmemacher wiederum für die neue Filmemacher-Generation in Deutschland stehen. Fördert man diese Filmemacher richtig, so kann es gut möglich sein, dass sie sich später zu richtig großen Filmemachern (z.B. auch für Langfilme etc.) entwickeln, was wiederrum gut für die deutsche Filmszene ist. Aus diesem Grund gibt es solche Veranstaltungen.

Normalerweise werden nur Regisseure oder maximal 1 bis 2 weitere Mitglieder aus dem Filmteam nach Cannes eingeladen. Eingeladen bedeutet, dass man auch eine Akkreditierung für das Festival und das dazugehörige Festivalgelände erhält. In unserem Fall wollten wir aber alle nach Cannes und es sah lange Zeit so aus, als würden von den 6 Personen nur 4 Akkreditierungen erhalten. Wir hatten allerdings Glück, denn von den anderen Filmteams sind wohl einige Mitglieder abgesprungen und so bekamen wir alle eine Akkreditierung für Cannes! :) Wir bedanken uns deshalb hier auch nochmal sehr herzlich bei Martin Scheuring von German Films, der das für uns alle möglich gemacht hat!

Wie wir das mit der Anreise und der Unterkunft gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen.

----------------------------


Wie war der Ablauf während des Cannes-Festivals?
Wir kamen in Cannes am Donnerstag an und bis zur Premiere am Sonntag gab es jeden Tag ein umfangreiches Programm. Am ersten Tag bekamen wir erstmal alle unsere Akkreditierungen, danach wurde ein Gruppenfoto direkt hinter dem Zelt von German Films geschossen. Der Abend wurde schließlich mit dem Next Generation Short Tiger Abendessen ausgeklungen, bei dem sich alle Short-Tiger-Filmemacher näher kennen lernen konnten.

Am nächsten Tag gab es zahlreiche Workshops und Einblicke in die Filmindustrie. So bekamen wir Tipps zur Pressearbeit auf internationalen Festivals mit Birgit Koch von German Films, Einblicke in den Weltvertrieb von Kinofilmen mit Antonio Exacoustos von Arri Worldsales, sowie Anregungen zum weiteren Vorgehen bei Fertigstellung eines Kurzfilms mit Alexandra Gramatke von der Kurzfilm Agentur in Hamburg.


Nach den Workshops gab es einen Rundgang durch den Marché du Film, also dem Filmmarkt in Cannes. Dort können Einkäufer aus aller Welt neue Filme für Kinos und andere Unterhaltungsplattformen kaufen und vorher auch ansehen. Wir bekamen auch eine Einführung in den Short Film Corner. Das ist ein spezieller Bereich, in dem man alle Kurzfilme, die während des Festivals laufen unabhängig von den offiziellen Vorführungen ansehen kann. wHole ist natürlich auch dabei! :)

Am Abend wurden wir alle zur Short Film Lounge der AG Kurzfilm auf dem Arte Boot (was aber eher eine Yacht war) eingeladen. Dort haben Leute aus der Deutschen Kurzfilmszene, also z.B. Leiter und Organisatoren von Kurzfilmfestivals, die Gelegenheit die Filmemacher von den Short Tigern kennen zu lernen.

Samstags stand uns der Besuch der Cinéfondation bevor. Das ist ein Hochschulwettbewerb des Festival de Cannes. Wir trafen Georges Goldenstern (General Manager) und Dimitra Karya (Artistic Director) des Wettbewerbs und bekamen dort Infos über das Event. Es scheint eine besondere Talentschmiede für Regisseure zu sein und hat schon sehr viele bekannte Regisseure rausgebracht.

Am Abend war dann offizieller German Films Empfang. Eine Partyveranstaltung, bei der anscheinend alle aus der deutschen Filmszene eingeladen wurden, die in Cannes gerade da sind. Es war wirklich sehr aufregend und interessant, weil dort viele Größen der deutschen Filmszene unterwegs waren und wir uns mitten unter ihnen befanden. Es spielte auch die Band Woods of Birnam mit dem Schauspieler Christian Friedel als Leadsänger. Die Band war großartig!


Am Samstag war es dann soweit. Der Tag unserer Filmpremiere! In der Früh gab es noch für die Regisseure und Produzenten ein Treffen mit der Staatsministerin Prof. Monika Grütters auf dem Arte Boot. Dann um 20Uhr war der Moment gekommen. Unser Film wird im Kino Olympia 1 aufgeführt. Das Kino war rappelvoll und alle Filme kamen sehr gut an! Auf dem oberen Foto ist übrigens das wHole-Team mit dem Lure-Team vereint. Beides Filmteams von der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm! :)

Wie war der Ablauf bei der Filmpremiere?
Zuerst wurden alle Filmemacher auf die Bühne gebeten. Dann wurden nach und nach die Regisseure der Filme einzeln aufgerufen. Diese durften dann ihre weiteren Filmmitglieder vorstellen und eine kleine Anekdote zum Film erzählen. Dann wurden alle Kurzfilme ohne Unterbrechung gezeigt und am Schluss durften nochmal alle Filmemacher auf die Bühne, um sich beklatschen zu lassen.

Am selben Abend gab es natürlich noch eine After-Show-Party für alle Kinobesucher. Es war für uns sehr überwältigend wie viele Leute uns angesprochen und unseren Film gelobt haben. Die Aftershow-Party war für viele auch gleichzeitig Abschlussparty, denn die meisten reisten schon am nächsten Morgen wieder zurück.

An dieser Stelle wieder ein herzlichen Dankeschön an German Films für diese tolle Gelegenheit und viele Grüße an alle Filmemacher und netten Bekanntschaften, die wir in Cannes kennen lernen durften! :D

-----------------------------

Was ist eigentlich mit anderen Filmen in Cannes und den Stars?
Die ganzen Tage in Cannes waren zwar voller Programmpunkte, doch zwischendurch bekamen wir natürlich trotzdem genügend Zeit um uns das Festival genauer ansehen zu können. Nun ist es aber nicht so einfach in einen großen, richtig bekannten Film reinzukommen, der im Wettbewerb läuft.

Bei den Premieren sind auch die bekannten Stars dabei, die beim Film mitgewirkt haben. Für solche Vorführungen braucht man eine besondere Einladung. Für diese muss man sich online anmelden, sobald man seine Akkreditierung bekommen hat. So groß die Kinos auch sein mögen, die Chance so einen Platz zu bekommen ist trotzdem sehr gering, weil natürlich jeder dahin will. Für alle Abendaufführungen muss man außerdem einen besonderen Dresscode einhalten. Für gewöhnlich müssen Männer in schwarzen Smokings und unbedingt mit Fliege erscheinen. Frauen sollten auf jeden Fall elegante Abendgarderobe tragen.

Am nächsten Tag gibt es aber noch die Chance in eine Wiederholung des jeweiligen Films reinzukommen. Hier benötigt man keine Einladung, jedoch sollte man dort früh genug beim Kino erscheinen und sich anstellen. 2 Stunden vorher ist keine Seltenheit. Über diesem Weg haben es aber einige von uns geschafft in eine Filmvorstellung zu kommen.

Tipp: Wenn man die jeweiligen internationalen Zelte (jedes Land hat in Cannes ein Zelt mit Infos zur nationalen Filmbranche) besucht und mit den Leuten ins Gespräch kommt, bekommt man oft individuelle Einladungen zu Sonderfilmvorstellungen der jeweiligen Länder, in die man sonst nicht reinkommt.


Wie ja bereits berichtet haben wir unsere Ferienwohnung in Antibes eine ganze Woche lang gemietet und so nutzen wir verbliebene Zeit um endlich mal wieder richtig auszuschlafen und uns die Städte Antibes und Cannes nochmals genauer anzusehen. Das Wetter war einfach großartig und wir genossen das gute Essen sehr!


Mittwoch morgens ging es dann auch schon wieder zurück. Wir überquerten bei unserer Fahrt unter anderem Italien, die Schweiz und Österreich und bewunderten die tolle Landschaft während der Fahrt! Der Bus, den uns naturstrom freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, hat wirklich gute Dienste geleistet. Die Fahrt war angenehm und es hat Spaß gemacht! Herzlichen Dank, das war wirklich eine unvergessliche Reise! :)


27. Mai 2015


Am Montag, 11. Mai 2015, fand die dritte Eyes & Ears Conference im COMEDIA Theater in Köln statt, zu dem auch wHole eingeladen war. Unser Stopmotion Projekt wurde von einer Jury in das Programm der Junior Highlights gewählt und hat damit einen der drei begehrten Vortragsplätze in diesem Segment ergattert. Wir haben uns wirklich sehr gefreut!

Vor einem Fachpublikum aus der Film-, Fernseh- und Medienbranche konnten wir somit einen Vortrag über unseren Film und Stopmotion im Allgemeinen halten - eine tolle Gelegenheit für uns!

Sobald wir die Zusage für die Konferenz in Händen hielten, machten wir uns an die Vorbereitungen: Unser Vortrag sollte etwa 20 Minuten lang werden, weshalb wir aus Zeitgründen leider nicht den ganzen Film vorführen konnten. Stattdessen haben wir diese Gelegenheit ergriffen und den lange geplanten Teaser in Angriff genommen. Zudem musste natürlich eine Powerpoint Präsentation erstellt werden, in die unsere Medien eingebunden werden. Extra dafür haben wir von fast allen Props hochauflösende Fotos geschossen. Für unseren Vortrag war zudem geplant, die Puppe des Mannes und ein paar der Möbel mitzunehmen, um sie mit einer Kamera via Direktschaltung dem Publikum noch einmal live zu zeigen.

Am Montagmorgen schließlich fuhren Robert Banning (unter anderem Regie und Postproduktion) und Laura Staab (unter anderem Puppenbau und Animation) mit dem ICE von Nürnberg nach Köln (danke an Eyes & Ears für die Tickets!), um um 14 Uhr rechtzeitig zum Beginn an der COMEDIA anzukommen, einer wunderschönen alten Feuerwache, die in ein Theater mit angehängtem Lokal verwandelt wurde.
Im großen Theatersaal war die Bühne bereits für die Konferenz vobereitet und nach einer Ansprache von Herrn Karajica (Präsidenten Eyes & Ears of Europe), Corinna Kamphausen (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Eyes & Ears of Europe) sowie der Bürgermeisterin von Köln, Elfi Scho-Antwerpes, begannen die Junior Highlights.

Die beiden anderen Vorträge in dem Segment, Trainstorming und Dustin, gefielen uns übrigens sehr gut! Wir waren von den dreien als zweites an der Reihe. Im Übrigen sind wir sehr stolz, denn auch der dritte Vortrag stammte von einem Filmteam der Technischen Hochschule Nürnberg: Dustin. Die OHMies haben es also im Doppelpack nach Köln geschafft! :D


In unserer Präsentation lief schließlich alles sehr gut und auch den Zeitrahmen konnten wir mit kleiner Verzögerung gut einhalten. Noch auf der Bühne hat unser Moderator Christian Remiger (Geschäftsführer der büro bewegt GmbH & Co KG) dann in den Raum geworfen, dass man den
vollständigen Film nun erst recht vollständig sehen wolle und ob das nicht in einer der Pausen möglich sei. Von hieran konnten wir entspannt die übrigen Vorträge verfolgen, die noch bis 20:00 Uhr dauerten - ein interessantes und abwechslungsreiches Programm rund um die Medienwelt und die rasanten Änderungen, denen diese ausgesetzt ist.

Bis zum Abend konnte jeder Teilnehmer der Konferenz eine Stimme für eines der Junior Highlights Projekte abgeben. Die Bekanntgabe des Ergebnisses erfolgte ganz am Schluss und wir freuen uns ungemein, dass das Publikum für uns gestimmt hat und uns der Eyes & Ears of Europe Junior Highlights Award 2015 verliehen wurde!

Was gab es zu gewinnen?
Der Preis wurde dieses Jahr von der Akademie Mode & Design gestellt und uns vom programmverantwortlichen Studiendekan Ralf Lobeck überreicht. Er ermöglicht uns die Teilnahme an einem der exklusiven Kurse, die innerhalb der amd angeboten werden! Also kurz gesagt verschiedene exklusive Workshops, die wir aus einem umfangreichen Katalog individuell wählen dürfen.

Obwohl nach so einem langen Nachmittag das kühle Bier im Hof der COMEDIA lockte, wollten alle noch zum Abschluss den ganzen Film ansehen. Was uns natürlich freute! Also haben wir flott einen Laptop angeschlossen und Film ab! Wir wurden mit Applaus belohnt und haben noch den ganzen Abend mit vielen interessierten Zuhörern bei einem Glas Wein oder Bier über unsere Arbeit und Stopmotion gesprochen.

Irgendwann nach Mitternacht ging es schließlich zurück in das Hotel, dass uns Eyes & Ears zur Verfügung gestellt hat - immerhin sollte es bereits am nächsten Vormittag wieder zurück nach Nürnberg gehen. Die nächste Reise stand nämlich keine zwei Tage später an, Cannes war schon am Horizont in Sicht. ;D

Wir haben uns wirklich sehr gefreut, nach Köln kommen zu dürfen und wollen uns noch einmal ganz herzlich bei allen Menschen bedanken, die uns das möglich gemacht haben!



Fotoquelle: http://www.eeofe.org/de/kalender/conference/2015/galerie



1. Mai 2015



FiSH steht für Filmfestival im Stadthafen. Das Festival in Rostock ist spezialisiert auf junge Filme von Filmemachern bis maximal 26 Jahren. Wir hatten das Glück, dass wHole ausgewählt wurde und auf dem FiSH-Festival laufen durfte!

Auf den Weg nach Rostock machten sich diesmal 2 unseres Teams. Die beiden Art-Directoren Benjamin Vogel (unter anderem auch Verantwortlich für Setdesign und Kulissen- sowie Propbau) und Cam Tu Nguyen (die Charakterdesignerin unserer Frau, Animatorin und Lead im Propbau). Praktischerweise wird uns 50% der Anreisekosten bezahlt.

Der Weg war lang und beschwerlich, da zu diesem Zeitpunkt Lokführerstreik war. Und somit brauchten wir ganze 15 Stunden (trotz ICE) bis zum Ziel. Es hat sich trotzdem gelohnt!

Vor Ort wurden wir herzlich von den Orga erwartet, bekamen unsere Akkreditierungen und den Schlüssel für das Hostelzimmer (welches wir, großzügigerweise, komplett kostenlos inklusive Frühstück bekamen).

Am nächsten Tag ging auch schon das Festival los! Die Hauptkategorie war der "Junge Film", wo auch wHole lief. Zusätzlich gab es noch Kategorien wie z.B. SehSterne (Dokus und längere Filme) oder PopFish (Musikvideos). Außerdem gab es auch noch einen Soundworkshop und einen über Rechte und Copyright in Filmen, an dem man teilnehmen konnte.


Wie läuft das beim FiSH-Festival ab?
Wie beim Kurzfilmfestival in Landshut laufen an verschiedenen Orten mehrere Filmblöcke und Events gleichzeitig. Man musste sich also wieder entscheiden was man ansehen wollte. Alle Filme werden anmoderiert und vor allem beim Jungen Film war es eine Freude dem Moderator Axel Ranisch zuzuhören. Nach dem Film wurden dann die Filmemacher auf die Bühne gebeten und wurden von Axel über den Film befragt. So erfuhr der Zuschauer weitere Backgroundinfos und lernt die Filmemacher besser kennen.

Das Ganze wurde zeitgleich von 5 Juroren beäugt. Diese durften dann auch am Ende des Filmblocks auf die Bühne. Jeder einzelne Film wurde von den Juroren besprochen, gelobt, kritisiert und richtig auseinander genommen. Das fanden wir besonders erwähnenswert, denn die Jury war sehr direkt und manchmal auch echt hart. Danach mussten dann auch die Zuschauer abstimmen. Anschließend gab es immer eine kleine Pause, bis der nächste Block anfängt.


Die Pause nutzen wir meistens um uns zu stärken (Pasta und Pesto gab es zu Festival-Spezialpreisen! Backfischsemmeln & Fischbuletten am Hafen sind ebenfalls sehr zu empfehlen!) oder uns die Innenstadt oder den Stadhafen von Rostock anzusehen! Die Stadt gefällt uns sehr und auch das Bundesland Mecklenburg Vorpommern hat uns auch landschaftlich sehr gut gefallen!

wHole hat zusammen mit 3 weiteren Filmen die Goldmedaille geholt!!! Allein das ist ein Grund zum Feiern. Das ist nämlich der Preis, der von der Fachjury ausgezeichnet wurde. Zusätzlich dazu bekamen wir auch noch den Publikumspreis, was unser Glück perfekt gemacht hat! Der Publikumspreis ist für Filmemacher wohl die höchste Auszeichnung, denn das beweist, dass unsere Geschichte bei den Zuschauern ankommt. Der Publikumspreis wird zusammengesetzt von einem Grundbetrag von 777€. Zusätzlich dazu kommt noch ein Betrag (über 600€), der aus dem Publikum gesammelt wurde. Das Geld wurde uns gesammelt in der Trophäe überreicht, welche sogar Tentakel hat! Wie cool ist das denn?! :D

Danke an Fotografin Viola Mezera für das Foto! :)

Wir bekamen so viel Feedback von den Zuschauern, die alle so eifrig für unseren Film gestimmt haben. Er hat so viele Leute berührt und jemand kam sogar zu uns persönlich um uns zu gestehen, dass er sogar bei unserem Film geweint hat. Das wiederum hat uns besonders gerührt!

Wir sind alle Überglücklich und froh, dass nicht nur wir, sondern auch die Zuschauer unsere beiden Figuren in ihr Herz geschlossen haben. Deswegen nochmal ein kleines Dankeschön-Foto vom (leider unvollständigen, da Alina und Zeina nicht in Nürnberg sind) wHole-Team! DANKE!

7. März 2015


Anlässlich des 27. Jugend Film Festivals brachte das Jugendfernsehmagazin Polaris einen Beitrag zu 3 ausgesuchten Filmen des Festivals. Darunter war auch wHole und wir haben uns sehr gefreut! :) Im alten Filmstudio bauten wir also nochmals das Set auf und beantworteten einige Fragen über den Film. Robert Banning (unter anderem Regie sowie Post Produktion) hat das sehr gut gemacht und die Idee und den Grundgedanken hinter wHole richtig gut vermittelt.

Laura Staab (unter anderem Puppenbau und Animation) demonstrierte am Animationstisch kurz, wie unsere Puppe daran festgeschraubt wird. Man muss dabei eine Hand über und die andere Hand unter dem Tisch führen, um das Gewinde durch die kleinen Füße der Puppe und das Lochblech zu schieben. Am Ende gibt es noch ein paar Einblicke in die digitale Retusche.


Das Jugendfernsehmagazin polaris richtet sich nicht nur an Jugendliche, die Sendung wird auch von jungen Leuten produziert. Die Macher/innen sind zwischen 18 bis 26 Jahren alt und erstellen die Sendung in ihrer Freizeit. Teils haben sie schon Vorerfahrungen im Bereich Video oder Journalismus, teils bringen sie einfach ein großes Interesse an der Arbeit vor oder hinter der Kamera mit. Und jeder der diese Voraussetzungen erfüllt kann mitmachen. Anleitung und Unterstützung geben die ausgebildeten Fachkräfte des Medienzentrums PARABOL.


Der Beitrag läuft Samstags und Sonntags im Frankenfernsehen und kann außerdem auch online angesehen werden. Wir wünschen gute Unterhaltung!

22. September 2014


Wir haben es fast geschafft. Nur noch knapp 3 bzw. 4 Wochen bis zur Abgabe des fertigen Films! :) Im Moment laufen alle Retuschearbeiten auf Hochtouren und der Ton ist gerade in der Mache. Wir haben den Rohschnitt bereits mit unserem Film-Professor besprochen und können es uns (dank gutem Zeitmanagement) sogar leisten einige Schönheitskorrekturen in Form von weiteren Nachdrehs zu machen.

Hier wird gerade das Setting für eine Wolkenanimation vorbereitet, die wir später noch in eine Szene hinzufügen wollen. Die Wolken bestehen aus Watte und werden einfach auf einen Lichttisch gelegt. Die Kamera wird oben befestigt. Die Wattewolken werden wieder wie gehabt Stück für Stück bewegt und mit der Kamera bildweise festgehalten.

Die fertige Animation wird dann später über ein anderes Bild noch zusätzlich digital darüber gelegt, um mehr Stimmung zu erzeugen.

Wir verwendeten hierfür ganz normale Kosmetikwatte (zum Abschminken etc.) vom Drogeriemarkt.



2. Juli 2014


Unsere Puppen sahen bereits mit den fertigen Augen, der Maske und den Haaren schon ziemlich gut aus, allerdings war der Gesichtsausdruck sehr starr und der Blick total stechend.

Wie bekommt man noch mehr Emotionen in eine Figur rein, die insgesamt nur 5 verschiedene Gesichtsausdrücke hat? Die Antwort lautet: Flexible Augenbrauen und Augenlider! Nur mit diesen beiden Dingen wirkt ein Gesicht natürlich und lebendig!


Unsere Augenlider sind aus weißem Milliput modelliert. Das weiße Milliput ist stabiler und ist deswegen teurer. Wir nutzen es sparsamer, als das gelbe Milliput. Bei der Modellage wird eine Kugel als Schablone für den Augapfel benutzt und auf diese Weise versucht das Ganze so passgenau an die Maske zu modellieren wie möglich. Da unsere Masken untereinander kleine Größenunterschiede haben ist keine Garantie vorhanden, dass auch jedes Augenlid überall gleich gut sitzt. Allerdings ist es kein zu grober Fehler.

Nach dem Trocknen ist das Augenlid sehr hart und kann dann angemalt werden. Um z.B. einen Wimpernschlag zu animieren brauchen wir mehrere Phasen, d.h. mehrere Zustände des Augenlids. Von ganz offen bis zu ganz geschlossen. So wird das Augenlied während der Animation immer der Reihe nach eingesetzt, fotografiert und wieder mit dem nächsten ausgetauscht und fotografiert. Am Ende wird die Illusion eines Blinzelns erzeugt.

Die Augenlider und ihre Phasen sind natürlich auch bei jedem Auge anders und müssen deswegen alle individuell für beide Puppen hergestellt werden. Eine sehr langwierige Arbeit, die sehr viel Geduld und Fingernspitzengefühl beansprucht. Unsere Puppenbauer haben es hinbekommen! :)


Die Augenbrauen unserer Puppe sind aus zusammen geklebtem Garn, indem ein kleiner Draht eingearbeitet wurde. Auf diese Weise lassen sich die Augenbrauen verformen und bieten somit die Möglichkeit von sehr vielen unterschiedlichen Ausdrücken. Auf dem unteren Fotos sind die Augenbrauen noch gerade beim Bemalen.


Angebracht werden sowohl Augenlider, alsauch Augenbrauchen mit Tacky-Wax, da sie ja leicht wieder abnehmbar sein sollten. 

Was wir bis jetzt festgestellt haben:
Die Augenbrauen sind der Tod jedes Animators!!!! Es gibt Strecken, da halten die echt gut und alles funktioniert bestens. Leider passiert es viel zu oft, dass sie während der Animation einfach abfallen, oder man beim Anbringen der Augenbraue etwas zu stark mit der Pinzette aufdrückt und die Braue einfach wegspringt. Es dauert dann immer ewig, bis das Teil wiedergefunden wird und ist sehr nervig. Einfach mit einer anderen ersetzen geht oftmals nicht, wenn man gerade mitten in einer Szene ist. Den Unterschied würde man merken. Bis jetzt haben wir sie zum Glück immer wieder rechtzeitig gefunden. Eine besserer Klebstoff, als Tacky-Wax haben wir bis jetzt noch nicht gefunden, da die Augenbrauen noch beweglich sein müssen, damit man sie verschieben kann.


Ist unser Mann nicht total cool? ;D

25. Juni 2014


Eine Stopmotion-Puppe besteht aus vielen verschiedenen Einzelteilen, die alle abbaubar sein müssen, damit man sie bei Bedarf austauschen kann. Das sieht man vor allem an unseren Puppenköpfen.

Wie ist also so ein Puppenkopf aufgebaut? Hier zeigen wir euch die Zusammensetzung des Kopfes unserer Frau, welche gerade ein bewegliches Auge, sowie eine leere Augenhöhle besitzt.

Schritt 1: Man nehme eine Schablonen-Kopfstück. Eine Art Rahmen für den Kopfaufbau.
Schritt2: Ein Stückchen Knete (wir nutzen Knetradiergummi) in die Vertiefung drücken, indem der bewegliche Augapfel sein soll und leicht einfetten. In der anderen Vertiefung die eigens angefertigte leere Augenhöhle setzen. Das Ergebnis ist lustig und irgendwie gruselig zugleich! :)
Schritt3: Eine Maske mit dem gewünschten Gesichtsausdruck darauf setzen und andrücken. Die Maske hält dank der eingebauten Magnete relativ gut von selbst. Aber um sicher zu gehen, fixieren wir immer noch zusätzlich mit Pattafix.


Schritt4: Nun die vorgefertigten Haare aufsetzen. FERTIG!

Kleine Anmerkung: Unsere Puppen besitzen alle natürlich auch Augenbrauen und Augenlider. Diese sind aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig gestellt.



Die Haare unserer Puppen sind schon seit längerer Zeit fertig und wir wollen einen kleinen Einblick in die Herstellung zeigen. Im Grunde genommen bestehen die Haare unserer beiden Puppen aus Garn. Zuerst hatten wir uns eine etwas feinere Materialität wie z.B. Fell oder Wolle ausgesucht. Allerdings ist so was sehr schwierig zu handhaben. Vor allem bei der Animation, wenn man nicht will, dass die Haare bei jedem leisesten Windhauch sich von selbst bewegen und somit in der späten Animation flackern. Fell oder Wolle kann man zudem schwer fixieren, ohne dass sie verfilzt aussehen.

Die Haare sollten am Besten bombenfest sein und trotzdem teilweise beweglich. Auch weil unser Stil sehr grafisch/kantig ist haben wir uns letztendlich dazu entschlossen etwas dickere Haare aus Garn anzufertigen.


Im Grunde schneidet man aus dem Garn ganz viele gleichlange Stücke runter. Diese ordnet man dann immer zu gleichmäßigen Teilen zu Strähnen an und klebt sie dann an einem Ende zusammen. Danach ordnet man diese Strähnen auf einer Art Kappe an, die eigens an die Kopfform der Puppe angepasst wurde. Diese Kappe ist dann später wie eine Perrücke abnehmbar. So kann man, falls diese Haare kaputt gehen, eine Ersatzperrücke auswechseln.

Sind alle Strähnen auf der Kappe aufgeklebt können noch einzelne Teile mit Draht versehen werden. In unserem Fall ist es eine Haarsträhne vorne und der Dutt, der beweglich sein muss. Den Draht bedeckt man auch so gut es geht mit Haaren und achtet dabei, dass die Strähnen so natürlich wie möglich anliegen.


Nach diesen Arbeitsschritten hat man erstmals einen realistischen Haarschopf mit Scheitel. Die Haare müssen nun gefärbt und letztendlich noch frisiert werden. Danach wird alles mit einer Menge mattem Klarlack fixiert. Nach dem Trocknen sind alle einzelnen Strähnen fest und bleiben auch am Kopf kleben.

Hier seht ihr eine noch unfertige Perrücke unserer Frau.
Teile der Haare müssen noch angemalt werden und das Band vom Dutt ist noch nicht fixiert.



 
© 2012. Design by Main-Blogger - Blogger Template and Blogging Stuff