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4. Februar 2016


Beim Filmschool Fest Munich hatte unsere Co-Regisseurin/Drehbuch Autorin Verena Klinger für den Kanal Movie College ein Interview gegeben. Das gibt's beim Link unten zum Anschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=9LdhecIiUvo

Viel Spaß!

16. Dezember 2015

Unter dem Motto „Almost Famous“ fand vom 15. bis 21. November 2015 das 35ste Filmschoolfest im Münchener Filmmuseum statt. Insgesamt liefen 52 Filme von jungen Filmemachern aus 21 Ländern im Wettbewerb. Und auch wHole war mit von der Partie.
Die Qualität der ausgewählten Filme war beeindruckend hoch. Überwiegend beschäftigten sie sich mit ernsten, teilweise auch politischen Themen, aber auch andere Genres, von der Komödie bis zur experimentellen Dokumentation waren vertreten. Animationsfilme gab es insgesamt 9 zu sehen - so viele wie schon lange nicht mehr. wHole lief in zwei Filmvorführungen mit anschließender Fragerunde vor einem fachkundigen und interessierten Publikum, dem wir unseren Hauptdarsteller sowie einige Requisiten vorstellen konnten. Wieder einmal gab es zahlreiche Fragen zu unserer Produktionsweise und wir konnten uns über viele Komplimente freuen.  Außerdem standen für uns mehrere Interviews auf dem Plan, unter anderem auch für Radio und Fernsehen (dazu später einmal mehr). Und in den wenigen freien Minuten gab es in der gemütlichen Festival-Lounge Kaffee und Glühwein zu trinken und wir konnten allerlei Filmemacher aus den unterschiedlichsten Ländern kennenlernen. Gerade diese entspannte und freundliche Atmosphäre machten das Filmschoolfest München für uns zu einem echten Highlight.



Impressionen von der Fragerunde nach unserer Filmvorführung. Quelle: FFM Facebookseite.


Impressionen von der Fragerunde nach unserer Filmvorführung. Quelle: FFM Facebookseite


Interview für das BR Campus Magazin in der Festival-Lounge. Quelle: FFM Instagram Konto


Die Filmemacherinnen Linda Luitz (Lure) und Verena Klinger (wHole)- beide Filme der TH Nürnberg- beim Interview mit Radio PULS. Quelle: FFM Instagram Konto

17. Juni 2015


Während unseres Aufenthalts in Cannes bekamen wir eine Interviewanfrage von Jana Dietze, die für die für die Plattform Film Festival Life arbeitet. Auf filmfestivallife.com finden Filmemacher vor allem Backgroundinformationen und Tipps zu Festivals und allem, was damit zusammen hängt.

In dem Interview beantworten wir vor allem Fragen, die sich um unsere Festivalstrategie drehen und wir berichten von unseren bisherigen Erfahrungen auf Festivals.

Das komplette Interview gibt es auf dem Blog von FFL zu lesen: Stop-Motion in Cannes: An Interview with the makers of "wHole".



Auf dem Foto fehlt unsere Laura, da sie zu dem Zeitpunkt gerade in einer Filmvorführung saß ;).


1. Juni 2015


wHole hat es nach Cannes geschafft! Wir sind mittlerweile wieder zurück aus Frankreich, aber immer noch hin und weg. Wie kam es dazu und was haben wir so alles erlebt?

Jedes Jahr werden Kurzfilme aus ganz Deutschland von einer Jury gesichtet und die Besten kommen in die Auswahl des "Next Generation Short Tiger". Unser Film wurde übrigens von unserem Filmprofessor Jürgen Schopper eingereicht. Die Short Tiger-Filme werden von German Films international beworben. Die Premiere ist in Cannes auf den Filmfestspielen, wo auch alle Filmemacher (vor allem die Regisseure) eingeladen wurden.

Die Short Tiger-Auswahl steht (zumindest in Cannes) stellvertretend für den deutschen Kurzfilm, deren Filmemacher wiederum für die neue Filmemacher-Generation in Deutschland stehen. Fördert man diese Filmemacher richtig, so kann es gut möglich sein, dass sie sich später zu richtig großen Filmemachern (z.B. auch für Langfilme etc.) entwickeln, was wiederrum gut für die deutsche Filmszene ist. Aus diesem Grund gibt es solche Veranstaltungen.

Normalerweise werden nur Regisseure oder maximal 1 bis 2 weitere Mitglieder aus dem Filmteam nach Cannes eingeladen. Eingeladen bedeutet, dass man auch eine Akkreditierung für das Festival und das dazugehörige Festivalgelände erhält. In unserem Fall wollten wir aber alle nach Cannes und es sah lange Zeit so aus, als würden von den 6 Personen nur 4 Akkreditierungen erhalten. Wir hatten allerdings Glück, denn von den anderen Filmteams sind wohl einige Mitglieder abgesprungen und so bekamen wir alle eine Akkreditierung für Cannes! :) Wir bedanken uns deshalb hier auch nochmal sehr herzlich bei Martin Scheuring von German Films, der das für uns alle möglich gemacht hat!

Wie wir das mit der Anreise und der Unterkunft gemacht haben, könnt ihr hier nachlesen.

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Wie war der Ablauf während des Cannes-Festivals?
Wir kamen in Cannes am Donnerstag an und bis zur Premiere am Sonntag gab es jeden Tag ein umfangreiches Programm. Am ersten Tag bekamen wir erstmal alle unsere Akkreditierungen, danach wurde ein Gruppenfoto direkt hinter dem Zelt von German Films geschossen. Der Abend wurde schließlich mit dem Next Generation Short Tiger Abendessen ausgeklungen, bei dem sich alle Short-Tiger-Filmemacher näher kennen lernen konnten.

Am nächsten Tag gab es zahlreiche Workshops und Einblicke in die Filmindustrie. So bekamen wir Tipps zur Pressearbeit auf internationalen Festivals mit Birgit Koch von German Films, Einblicke in den Weltvertrieb von Kinofilmen mit Antonio Exacoustos von Arri Worldsales, sowie Anregungen zum weiteren Vorgehen bei Fertigstellung eines Kurzfilms mit Alexandra Gramatke von der Kurzfilm Agentur in Hamburg.


Nach den Workshops gab es einen Rundgang durch den Marché du Film, also dem Filmmarkt in Cannes. Dort können Einkäufer aus aller Welt neue Filme für Kinos und andere Unterhaltungsplattformen kaufen und vorher auch ansehen. Wir bekamen auch eine Einführung in den Short Film Corner. Das ist ein spezieller Bereich, in dem man alle Kurzfilme, die während des Festivals laufen unabhängig von den offiziellen Vorführungen ansehen kann. wHole ist natürlich auch dabei! :)

Am Abend wurden wir alle zur Short Film Lounge der AG Kurzfilm auf dem Arte Boot (was aber eher eine Yacht war) eingeladen. Dort haben Leute aus der Deutschen Kurzfilmszene, also z.B. Leiter und Organisatoren von Kurzfilmfestivals, die Gelegenheit die Filmemacher von den Short Tigern kennen zu lernen.

Samstags stand uns der Besuch der Cinéfondation bevor. Das ist ein Hochschulwettbewerb des Festival de Cannes. Wir trafen Georges Goldenstern (General Manager) und Dimitra Karya (Artistic Director) des Wettbewerbs und bekamen dort Infos über das Event. Es scheint eine besondere Talentschmiede für Regisseure zu sein und hat schon sehr viele bekannte Regisseure rausgebracht.

Am Abend war dann offizieller German Films Empfang. Eine Partyveranstaltung, bei der anscheinend alle aus der deutschen Filmszene eingeladen wurden, die in Cannes gerade da sind. Es war wirklich sehr aufregend und interessant, weil dort viele Größen der deutschen Filmszene unterwegs waren und wir uns mitten unter ihnen befanden. Es spielte auch die Band Woods of Birnam mit dem Schauspieler Christian Friedel als Leadsänger. Die Band war großartig!


Am Samstag war es dann soweit. Der Tag unserer Filmpremiere! In der Früh gab es noch für die Regisseure und Produzenten ein Treffen mit der Staatsministerin Prof. Monika Grütters auf dem Arte Boot. Dann um 20Uhr war der Moment gekommen. Unser Film wird im Kino Olympia 1 aufgeführt. Das Kino war rappelvoll und alle Filme kamen sehr gut an! Auf dem oberen Foto ist übrigens das wHole-Team mit dem Lure-Team vereint. Beides Filmteams von der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm! :)

Wie war der Ablauf bei der Filmpremiere?
Zuerst wurden alle Filmemacher auf die Bühne gebeten. Dann wurden nach und nach die Regisseure der Filme einzeln aufgerufen. Diese durften dann ihre weiteren Filmmitglieder vorstellen und eine kleine Anekdote zum Film erzählen. Dann wurden alle Kurzfilme ohne Unterbrechung gezeigt und am Schluss durften nochmal alle Filmemacher auf die Bühne, um sich beklatschen zu lassen.

Am selben Abend gab es natürlich noch eine After-Show-Party für alle Kinobesucher. Es war für uns sehr überwältigend wie viele Leute uns angesprochen und unseren Film gelobt haben. Die Aftershow-Party war für viele auch gleichzeitig Abschlussparty, denn die meisten reisten schon am nächsten Morgen wieder zurück.

An dieser Stelle wieder ein herzlichen Dankeschön an German Films für diese tolle Gelegenheit und viele Grüße an alle Filmemacher und netten Bekanntschaften, die wir in Cannes kennen lernen durften! :D

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Was ist eigentlich mit anderen Filmen in Cannes und den Stars?
Die ganzen Tage in Cannes waren zwar voller Programmpunkte, doch zwischendurch bekamen wir natürlich trotzdem genügend Zeit um uns das Festival genauer ansehen zu können. Nun ist es aber nicht so einfach in einen großen, richtig bekannten Film reinzukommen, der im Wettbewerb läuft.

Bei den Premieren sind auch die bekannten Stars dabei, die beim Film mitgewirkt haben. Für solche Vorführungen braucht man eine besondere Einladung. Für diese muss man sich online anmelden, sobald man seine Akkreditierung bekommen hat. So groß die Kinos auch sein mögen, die Chance so einen Platz zu bekommen ist trotzdem sehr gering, weil natürlich jeder dahin will. Für alle Abendaufführungen muss man außerdem einen besonderen Dresscode einhalten. Für gewöhnlich müssen Männer in schwarzen Smokings und unbedingt mit Fliege erscheinen. Frauen sollten auf jeden Fall elegante Abendgarderobe tragen.

Am nächsten Tag gibt es aber noch die Chance in eine Wiederholung des jeweiligen Films reinzukommen. Hier benötigt man keine Einladung, jedoch sollte man dort früh genug beim Kino erscheinen und sich anstellen. 2 Stunden vorher ist keine Seltenheit. Über diesem Weg haben es aber einige von uns geschafft in eine Filmvorstellung zu kommen.

Tipp: Wenn man die jeweiligen internationalen Zelte (jedes Land hat in Cannes ein Zelt mit Infos zur nationalen Filmbranche) besucht und mit den Leuten ins Gespräch kommt, bekommt man oft individuelle Einladungen zu Sonderfilmvorstellungen der jeweiligen Länder, in die man sonst nicht reinkommt.


Wie ja bereits berichtet haben wir unsere Ferienwohnung in Antibes eine ganze Woche lang gemietet und so nutzen wir verbliebene Zeit um endlich mal wieder richtig auszuschlafen und uns die Städte Antibes und Cannes nochmals genauer anzusehen. Das Wetter war einfach großartig und wir genossen das gute Essen sehr!


Mittwoch morgens ging es dann auch schon wieder zurück. Wir überquerten bei unserer Fahrt unter anderem Italien, die Schweiz und Österreich und bewunderten die tolle Landschaft während der Fahrt! Der Bus, den uns naturstrom freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, hat wirklich gute Dienste geleistet. Die Fahrt war angenehm und es hat Spaß gemacht! Herzlichen Dank, das war wirklich eine unvergessliche Reise! :)


1. Mai 2015



FiSH steht für Filmfestival im Stadthafen. Das Festival in Rostock ist spezialisiert auf junge Filme von Filmemachern bis maximal 26 Jahren. Wir hatten das Glück, dass wHole ausgewählt wurde und auf dem FiSH-Festival laufen durfte!

Auf den Weg nach Rostock machten sich diesmal 2 unseres Teams. Die beiden Art-Directoren Benjamin Vogel (unter anderem auch Verantwortlich für Setdesign und Kulissen- sowie Propbau) und Cam Tu Nguyen (die Charakterdesignerin unserer Frau, Animatorin und Lead im Propbau). Praktischerweise wird uns 50% der Anreisekosten bezahlt.

Der Weg war lang und beschwerlich, da zu diesem Zeitpunkt Lokführerstreik war. Und somit brauchten wir ganze 15 Stunden (trotz ICE) bis zum Ziel. Es hat sich trotzdem gelohnt!

Vor Ort wurden wir herzlich von den Orga erwartet, bekamen unsere Akkreditierungen und den Schlüssel für das Hostelzimmer (welches wir, großzügigerweise, komplett kostenlos inklusive Frühstück bekamen).

Am nächsten Tag ging auch schon das Festival los! Die Hauptkategorie war der "Junge Film", wo auch wHole lief. Zusätzlich gab es noch Kategorien wie z.B. SehSterne (Dokus und längere Filme) oder PopFish (Musikvideos). Außerdem gab es auch noch einen Soundworkshop und einen über Rechte und Copyright in Filmen, an dem man teilnehmen konnte.


Wie läuft das beim FiSH-Festival ab?
Wie beim Kurzfilmfestival in Landshut laufen an verschiedenen Orten mehrere Filmblöcke und Events gleichzeitig. Man musste sich also wieder entscheiden was man ansehen wollte. Alle Filme werden anmoderiert und vor allem beim Jungen Film war es eine Freude dem Moderator Axel Ranisch zuzuhören. Nach dem Film wurden dann die Filmemacher auf die Bühne gebeten und wurden von Axel über den Film befragt. So erfuhr der Zuschauer weitere Backgroundinfos und lernt die Filmemacher besser kennen.

Das Ganze wurde zeitgleich von 5 Juroren beäugt. Diese durften dann auch am Ende des Filmblocks auf die Bühne. Jeder einzelne Film wurde von den Juroren besprochen, gelobt, kritisiert und richtig auseinander genommen. Das fanden wir besonders erwähnenswert, denn die Jury war sehr direkt und manchmal auch echt hart. Danach mussten dann auch die Zuschauer abstimmen. Anschließend gab es immer eine kleine Pause, bis der nächste Block anfängt.


Die Pause nutzen wir meistens um uns zu stärken (Pasta und Pesto gab es zu Festival-Spezialpreisen! Backfischsemmeln & Fischbuletten am Hafen sind ebenfalls sehr zu empfehlen!) oder uns die Innenstadt oder den Stadhafen von Rostock anzusehen! Die Stadt gefällt uns sehr und auch das Bundesland Mecklenburg Vorpommern hat uns auch landschaftlich sehr gut gefallen!

wHole hat zusammen mit 3 weiteren Filmen die Goldmedaille geholt!!! Allein das ist ein Grund zum Feiern. Das ist nämlich der Preis, der von der Fachjury ausgezeichnet wurde. Zusätzlich dazu bekamen wir auch noch den Publikumspreis, was unser Glück perfekt gemacht hat! Der Publikumspreis ist für Filmemacher wohl die höchste Auszeichnung, denn das beweist, dass unsere Geschichte bei den Zuschauern ankommt. Der Publikumspreis wird zusammengesetzt von einem Grundbetrag von 777€. Zusätzlich dazu kommt noch ein Betrag (über 600€), der aus dem Publikum gesammelt wurde. Das Geld wurde uns gesammelt in der Trophäe überreicht, welche sogar Tentakel hat! Wie cool ist das denn?! :D

Danke an Fotografin Viola Mezera für das Foto! :)

Wir bekamen so viel Feedback von den Zuschauern, die alle so eifrig für unseren Film gestimmt haben. Er hat so viele Leute berührt und jemand kam sogar zu uns persönlich um uns zu gestehen, dass er sogar bei unserem Film geweint hat. Das wiederum hat uns besonders gerührt!

Wir sind alle Überglücklich und froh, dass nicht nur wir, sondern auch die Zuschauer unsere beiden Figuren in ihr Herz geschlossen haben. Deswegen nochmal ein kleines Dankeschön-Foto vom (leider unvollständigen, da Alina und Zeina nicht in Nürnberg sind) wHole-Team! DANKE!

28. April 2015


Hier kommt der Nachtrag zu unserem Besuch beim 16. Landshuter Kurzfilm Festival. Erfreulicherweise wurde wHole ausgewählt und auf dem Festival gezeigt! Für Filmemacher gibt es oft auf solchen Festivals ein exklusives Program. Man wird z.B. bei den Fahrtkosten und der Unterkunft finanziell unterstützt und bekommt kostenlose Akkreditierungen.

In diesem Fall bekamen wir einen Zuschuss für die Reisekosten, sowie einen Sonderpreis in einer Jugendherberge, denn wir wollten dort 5 Tage bleiben.


Als erstes mussten wir uns unsere Akkreditierungen abholen. Mit diesem Pass ist es uns erlaubt alle Festivalveranstaltungen zu besuchen. Bei dieser Gelegenheit wurden von jedem von uns noch ein Foto gemacht, welches wir signieren und an die "Wall of Fame" pinnen konnten. Wie waren einer der ersten, später war die komplette Wand voll.

Wie lief das Kurzfilmfestival in Landshut statt?

Es gab einen großen Programmkatalog. Die Filme liefen in verschiedenen Kategorien in Blöcken. Z.B. gibt es die Kategorie Kinderfilm, den Schockblock oder das Sprungbrett, wo wir gelaufen sind.
Die Blöcke überschneiden sich auch, sodass man sich schon vorher gut überlegen muss, welchen man sehen will. Zwischendurch gab es immer mal Pause, sodass man sich etwas zu Essen holen oder die wunderschöne Altstadt von Landshut erkunden konnte.

Alle Filme wurden anmoderiert und am Ende des Films konnten die Zuschauer an die Filmemacher (sofern sie vor Ort sind) Fragen stellen. Am Ende jedes Filmblocks musste man auch gleich für seinen Lieblingsfilm in dem Block abstimmen (Zuschauerpreis). Normale Preise gab es auch zu gewinnen in verschiedenen Kategorien. Diese wurde von einer Jury bestimmt.

Neben den Filmblocks gab es auch einen Vortrag von Jim Lacy (ein Stopmotion-Animator aus Hamburg) über Stopmotion-Filme und die Technik, die dahinter steckt. Das war für uns natürlich ideal! ;) Jim Lacy erklärte den Zuschauern, wie Stopmotion überhaupt funktioniert. Danach zeigte er uns viele Kurzfilme, an denen er gearbeitet hat. Besonders spannend waren seine ersten ernsthaften Stopmotionversuche.


wHole lief in dem Block "Sprungbrett" relativ am Anfang des Festivals unter der Woche. Es gab mehrere Sprungbretter über die Tage verteilt. Jedes Sprungbrett ist einer Gymnasiumsschulklasse zugeteilt, die die Filme aussuchen durften und das Programm gestalten.

Leider wurde wohl versehentlich eine ältere Version von wHole abgespielt. Eine Version ohne Abspann, mit vielen Fehlern und noch mit fehlender Retusche. Das war sehr schade, da der Film so natürlich nicht zur Geltung kommen konnte. Wir sind uns sicher, dass wir eine aktuelle Version des Films hingeschickt haben. Böse sind wir dem Festival aber nicht, wir wissen nicht mal, wie das passieren konnte. Bei so vielen eingereichten Filmen kann das schonmal vorkommen. Wir haben trotzdem tiefsten Respekt vor dem Orga-Team des Festivals!

Auf jeden Fall ein Tipp an alle kommenden Filmteams: Prüft wirklich genau nach, ob ihr auch wirklich die richtige Version eures Films hinschickt! Falls ihr für die Einreichung des Festivals Geld bezahlt habt, solltet ihr den Fehler auf jeden Fall auch der Festival-Orga melden.

Fazit: Insgesamt hat uns das Kurzfilmfestival in Landshut super gefallen! Die Qualität der Filme war sehr hoch, die Auswahl enorm und die Orga immer bemüht und freundlich. Das Kurzfilmfestival in Landshut ist wirklich sehr zu empfehlen, egal ob für Filmemacher oder Filmbegeisterte. Vielen Dank für diese Erfahrung!


2. Juli 2014


Unsere Puppen sahen bereits mit den fertigen Augen, der Maske und den Haaren schon ziemlich gut aus, allerdings war der Gesichtsausdruck sehr starr und der Blick total stechend.

Wie bekommt man noch mehr Emotionen in eine Figur rein, die insgesamt nur 5 verschiedene Gesichtsausdrücke hat? Die Antwort lautet: Flexible Augenbrauen und Augenlider! Nur mit diesen beiden Dingen wirkt ein Gesicht natürlich und lebendig!


Unsere Augenlider sind aus weißem Milliput modelliert. Das weiße Milliput ist stabiler und ist deswegen teurer. Wir nutzen es sparsamer, als das gelbe Milliput. Bei der Modellage wird eine Kugel als Schablone für den Augapfel benutzt und auf diese Weise versucht das Ganze so passgenau an die Maske zu modellieren wie möglich. Da unsere Masken untereinander kleine Größenunterschiede haben ist keine Garantie vorhanden, dass auch jedes Augenlid überall gleich gut sitzt. Allerdings ist es kein zu grober Fehler.

Nach dem Trocknen ist das Augenlid sehr hart und kann dann angemalt werden. Um z.B. einen Wimpernschlag zu animieren brauchen wir mehrere Phasen, d.h. mehrere Zustände des Augenlids. Von ganz offen bis zu ganz geschlossen. So wird das Augenlied während der Animation immer der Reihe nach eingesetzt, fotografiert und wieder mit dem nächsten ausgetauscht und fotografiert. Am Ende wird die Illusion eines Blinzelns erzeugt.

Die Augenlider und ihre Phasen sind natürlich auch bei jedem Auge anders und müssen deswegen alle individuell für beide Puppen hergestellt werden. Eine sehr langwierige Arbeit, die sehr viel Geduld und Fingernspitzengefühl beansprucht. Unsere Puppenbauer haben es hinbekommen! :)


Die Augenbrauen unserer Puppe sind aus zusammen geklebtem Garn, indem ein kleiner Draht eingearbeitet wurde. Auf diese Weise lassen sich die Augenbrauen verformen und bieten somit die Möglichkeit von sehr vielen unterschiedlichen Ausdrücken. Auf dem unteren Fotos sind die Augenbrauen noch gerade beim Bemalen.


Angebracht werden sowohl Augenlider, alsauch Augenbrauchen mit Tacky-Wax, da sie ja leicht wieder abnehmbar sein sollten. 

Was wir bis jetzt festgestellt haben:
Die Augenbrauen sind der Tod jedes Animators!!!! Es gibt Strecken, da halten die echt gut und alles funktioniert bestens. Leider passiert es viel zu oft, dass sie während der Animation einfach abfallen, oder man beim Anbringen der Augenbraue etwas zu stark mit der Pinzette aufdrückt und die Braue einfach wegspringt. Es dauert dann immer ewig, bis das Teil wiedergefunden wird und ist sehr nervig. Einfach mit einer anderen ersetzen geht oftmals nicht, wenn man gerade mitten in einer Szene ist. Den Unterschied würde man merken. Bis jetzt haben wir sie zum Glück immer wieder rechtzeitig gefunden. Eine besserer Klebstoff, als Tacky-Wax haben wir bis jetzt noch nicht gefunden, da die Augenbrauen noch beweglich sein müssen, damit man sie verschieben kann.


Ist unser Mann nicht total cool? ;D

25. Juni 2014


Eine Stopmotion-Puppe besteht aus vielen verschiedenen Einzelteilen, die alle abbaubar sein müssen, damit man sie bei Bedarf austauschen kann. Das sieht man vor allem an unseren Puppenköpfen.

Wie ist also so ein Puppenkopf aufgebaut? Hier zeigen wir euch die Zusammensetzung des Kopfes unserer Frau, welche gerade ein bewegliches Auge, sowie eine leere Augenhöhle besitzt.

Schritt 1: Man nehme eine Schablonen-Kopfstück. Eine Art Rahmen für den Kopfaufbau.
Schritt2: Ein Stückchen Knete (wir nutzen Knetradiergummi) in die Vertiefung drücken, indem der bewegliche Augapfel sein soll und leicht einfetten. In der anderen Vertiefung die eigens angefertigte leere Augenhöhle setzen. Das Ergebnis ist lustig und irgendwie gruselig zugleich! :)
Schritt3: Eine Maske mit dem gewünschten Gesichtsausdruck darauf setzen und andrücken. Die Maske hält dank der eingebauten Magnete relativ gut von selbst. Aber um sicher zu gehen, fixieren wir immer noch zusätzlich mit Pattafix.


Schritt4: Nun die vorgefertigten Haare aufsetzen. FERTIG!

Kleine Anmerkung: Unsere Puppen besitzen alle natürlich auch Augenbrauen und Augenlider. Diese sind aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig gestellt.


8. Juni 2014


Bereits hier hatten wir von den Mustern berichtet, die unsere Frau auf ihrem Kleid hat. Nun haben wir den Entwurf umgesetzt! :)

Ähnlich wie bei den Ärmeln verwendeten wir weiße Stofffarbe. Damit das Muster möglichst gleichmäßig aussieht haben wir eine Schablone gemacht. dazu wurden einfach Kreppband (Malerkrepp) auf einer sauberen Fläche aufgeklebt und das Muster per Hand mit Skalpell oder einem Cutter vorsichtig reingeschnitten. Das Kreppband kann man danach wieder von der Fläche in einem Stück lösen und vorsichtig auf den Stoff angebracht werden.

Die Kreise sind einzeln ausgeschnitten und zusätzlich auf die Schablone angebracht. Für dieses Muster mit dem Halbkreis und dem Punkt in der Mutte haben wir einen kleinen Stempel geschnitzt und konnten somit relativ gleichmäßig die Stofffarbe auf das Kleid auftragen und nochmals nachziehen.

Es war für uns einfacher das Muster erst nach Fertigstellung des Kleidungsstückes anzubringen. Da wir kein richtiges Schnittmuster hatten, sondern das Kleid eher Stück für Stück am Körper der Puppe geformt haben.


 
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